Wirtshausspiele Teil 3 heute mit: Geldspielautomaten


Geldspielautomaten finden sich, im Gegensatz zu Kickern oder Billardtischen, selbst in der allerletzten Absteige und haben durch und durch einen schlechten Ruf. Diesen haben sie aber, objektiv betrachtet, zu unrecht. Jeder, der Geld in solch einen Automaten einwirft weiß, worauf er sich einlässt und muss damit rechnen, dass er nichts gewinnt.
Dennoch haben diese Automaten alle eines gemeinsam: Feste Auszahlungsquoten. Das heißt, dass das Geld das hineinwandert, zum größten Teil (abzüglich Betreiberanteil) auch wieder herauskommen wird.

Ein Kumpel und ich spielen von Zeit zu Zeit mit geringen Beträgen an diesen Automaten. Wichtig ist, dass man es als reines Glücksspiel betrachtet und auch mit entsprechend geringen Erwartungen an die Sache herangeht. In den allermeisten Fällen wird der Kasten nämlich nichts ausspucken und daran ändern auch die lustig blinkenden Knöpfe, die man drücken kann, nichts.

Unsere Taktik ist meistens folgendermaßen:
- Paar Bierchen vorlegen, weil ansonsten das (mit hoher Wahrscheinlichkeit verlorene) Geld schon von vornherein “wehtut” ;-) .
- Budget festlegen: z.B. jeder 10€ – Im Gewinnfall wird geteilt.
- Den Automaten sorgsam auswählen: Genau darauf achten, ob an einem Automaten ein hoher Bonus “steht”. Sollte dies der Fall sein, ist die Möglichkeit einer Auszahlung höher, als bei “nicht vorbelasteten” Automaten. Wenn man einmal 2€ einschmeisst und dieser in die Auffangschale innen im Automaten durchfällt, dann heißt das im Umkehrschluss, dass die Röhren, in denen die Münzen gesammelt werden voll sind -> Lange nicht mehr ausgezahlt -> Auszahlung bald wieder fällig.
- Kasten laufen lassen und nur in Ausnahmefällen auf “Stop” und “Start” drücken. Wie schon vorher erwähnt haben die Automaten festgelegt und nicht beeinflussbare Auszahlungsquoten. Wenn es “an der Zeit ist”, dann wird er euch so und so gewinnen lassen.
- Wenn das Geld verloren ist: Ganz einfach aufhören. Es kann sein, dass der nächste 2€ einwirft und 500 schwere Münzen in die Auszahlungsschale klimpern, oder dass erst noch 150€ investiert werden müssen bevor sich was tut. Das Glück lässt sich nicht erzwingen und die Auszahlungsquoten sind nicht bekannt. Ansonsten wäre es ja ziemlich langweilig ;-) .

Versteht mich nicht falsch: Ich möchte hier niemanden dazu aufrufen, sich an den Automaten zu versuchen, sondern lediglich alle Facetten von den Kneipenspielen behandeln. Für uns ist das ab und zu einmal ein lustiger Zeitvertreib, weil die Chance zu gewinnen ja trotzdem irgendwie existent ist, aber wir unterscheiden uns von Spielsüchtigen einfach dadurch, dass wir uns ein Limit setzen und dieses auch nicht überschreiten.

Wer also Geld übrig und Fortuna gerade im Nacken hat, kann sein Glück ja mal probieren, wobei es auch durchaus Alternativen gibt, seine Moneten besser anzulegen.

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This entry was posted on Donnerstag, Januar 14th, 2010 at 17:00 and is filed under torschtl. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

2 Responses to “Wirtshausspiele Teil 3 heute mit: Geldspielautomaten”

  1. TJ Says:

    > Jeder, der Geld in solch einen Automaten einwirft weiß,
    > worauf er sich einlässt

    Leider nicht: http://de.wikipedia.org/wiki/Pathologisches_Spielen

  2. torschtl Says:

    Nichtsdestotrotz weiß man es, bevor man in die Spielsucht gerät. Wer sich nicht unter Kontrolle hat, sollte es eben sein lassen. Hab ich oben wunderbar beschrieben.

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