Unbegreiflich

Der Tod ist ein Teil unseres Lebens. Oft kündigt er sich lange an und oft kommt er plötzlich, unerwartet und irgendwie aus dem Nirgendwo. So geschehen am gestrigen Samstag.
Ein Kamerad aus unserem Verein wurde gestern bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt und erlag wenig später seinen Verletzungen im Krankenhaus. Er war gerade einmal 16 Jahre.

Noch am Donnerstag hatte ich ihn bei einer kleinen Vereinsfeier getroffen, mit ihm geredet und mich dann mit der Floskel “Bis nächste Woch´ und viel Erfolg bei da morgigen Schulaufgab´!” von ihm verabschiedet. Dass es zu einem Wiedersehen nie kommen würde, konnte natürlich keiner ahnen. Fassungslosigkeit machte sich heute Morgen beim Hören der Todesnachricht in mir breit, die Gedanken in Worte zu fassen fällt mir unglaublich schwer.

Seit ein paar Wochen gehörte er zu “den Großen”. Zu denen, die das Vereinsleben maßgeblich gestalten, Termine planen und die Kinder und Jugendlichen an die Hand nehmen, wenn es Probleme gibt. Als Ausbildungshelfer gab er sein erlerntes Wissen im Schwimmtraining an den Nachwuchs weiter ohne dabei seine eigene Fortbildung zu vergessen. Der Motorbootführer war sein nächstes Ziel und bei jeder Besprechung zum Ironman im August spürte man förmlich seine Vorfreude auf dieses große Event.
Er war jemand, der viel Freizeit opferte, um etwas für seine Mitmenschen zu leisten. Er war ein Vereinsmensch, ein geselliger Freund, der immer gut gelaunt war.

Es waren Sekunden, die all seine Pläne zerstört haben. Es waren Sekunden, innerhalb derer zwei unglückliche Zufälle auf einmal eintraten. Es waren Sekunden, die über Leben und Tod entschieden haben. Es waren Sekunden, die uns einen jungen, sozial engagierten Mann entrissen haben. Zurück bleibt die Trauer, zurück bleiben Fragen, und zurück bleibt der feste Vorsatz, das Leben in Zukunft noch mehr zu schätzen.

Ich glaube fest an ein Leben nach dem Tod und somit auch daran, dass er das hier lesen kann. Viele Menschen denken gerade an dich und hoffen auch weiterhin auf deine Unterstützung. Ich bin mir sicher du wirst da sein…Zuverlässigkeit war schließlich dein zweiter Name.

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This entry was posted on Sonntag, Mai 16th, 2010 at 15:50 and is filed under torschtl. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

2 Responses to “Unbegreiflich”

  1. Klaus Says:

    Lieber Torsten,

    Deine Worte sprechen mir zu tiefst aus der Seele, der Staußi war so wie du ihn beschrieben hast.

    Wer denkt denn an so ein tragisches ereignis wenn man sich verabschiedet? Keiner und das ist ja auch ok so.

    Dieser tod zeigt mir wieder mal, dass wenn man sich verabschiedet, dies immer in Güte sein soll, nie im Groll und nie mit Mißmut.
    Denn wenn man den anderen nicht mehr trifft, dann hat man immer ein bisserl ein unbehagen in sich.

    Die Beerdigung wird sicher für uns alle ein richtiger horrortripp, den eigentlich keiner erleben will. Aber im Zeichen unserer Kameradschaft werden wir auch das überstehen.
    Ich wünsche dem Klaus der einige worte sagen soll viel Glück bei seiner Wortwahl und die nötige Stimme, dass er es durchhält.

    Für den Straußi kann ich uns nur ein letztes dreifaches “Patsch nass” schreien, was anderes geht im moment nicht.

    Klaus

  2. torschtl Says:

    Leicht wird das mit Sicherheit nicht… aber ich weiß, dass er sich freuen wird, dass wir da sind.

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