Social Media – Mehr Segen als Fluch

Die Debatten um Facebook und Co. werden nicht nur auf der Datenschutzebene kontrovers diskutiert, sondern oft auch in Richtung Prokrastination und Zeitverschwendung. Mir wird oft “vorgeworfen”, ich würde mein ganzes Leben in den Social Networks festhalten und zu viel Zeit in diesen verbringen.

Das stimmt sicher zum Teil. Ich verbringe im Schnitt bestimmt 3-4h täglich auf Facebook und um die 2h aktiv in Twitter. Ich habe jedoch festgestellt, dass sich die Kommunikation im “Reallife” mit Freunden und Bekannten seit dieser exzessiven Nutzung sehr positiv verändert hat. Vor ein paar Jahren erzählte man in Gesprächen noch von seinem Tagesverlauf, heute heißt es oft nur noch “hab ich schon auf Facebook gelesen”. Dafür rücken andere, tiefergehende Themen seitdem massiv in den Vordergrund. Egal ob ich mit meiner Freundin, meinem besten Freund oder Vereinskameraden rede, die Konversationen sind intensiver und nicht mehr auf Oberflächlichkeiten beschränkt.

Ich persönlich genieße diese Entwicklung ungemein, weil man die Gesprächspartner noch besser kennenlernt und schneller als “in früheren Zeiten” bemerkt, wie diese wirklich ticken und welche Einstellungen sie vertreten.

Die Social Media machen unser Sozialverhalten nicht schlechter, sondern beschleunigen die Kommunikation unwichtiger Informationen, so dass im Endeffekt wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Themen bleibt. I like.

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This entry was posted on Mittwoch, Juni 30th, 2010 at 09:58 and is filed under torschtl. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

One Response to “Social Media – Mehr Segen als Fluch”

  1. Ben Says:

    Flattred ;) Sehr guter Ansatz, so hab ich das noch gar nicht gesehen. Man hört ja immer nur, dass man nun sämtlichen Mist online breit tritt. Aber so schlecht, wie es dargestellt wird, ist es ja gar nicht. Du hast vollkommen Recht!

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