Silvester in Regensburg…
Silvester feiern meine Freunde und ich seit unserem 18. Geburtstag eigentlich regelmäßig in Regensburg. Heuer war zum ersten Mal mein Schatz ebenfalls mit von der Partie, aber dazu komme ich gleich.
Gegen 19 Uhr trafen wir uns bei einem Kumpel in Neutraubling zum Essen. Die ursprünglich geplanten Schweinshaxn wurden durch 2,5kg Schweinebraten ersetzt, da für erstgenannte der Ofen zu klein war. Nichtsdestotrotz bekamen wir ein gutes Essen mit allem drum und dran serviert. Die Grundlage war also perfekt und der Abend konnte beginnen.
Nachdem wir dann gegen 22:30 Uhr nach einem kurzen Sprint den Bus noch erwischten, fuhren wir in Richtung der geliebten Domstadt. Dort trennten sich dann zunächst die Wege, da ich mit m4ki das Feuerwerk von der Eisernen Brücke aus genießen wollte, der Rest jedoch das Parkhaus am Petersweg vorzog.
Zuvor jedoch wollten wir noch schnell einen kleinen Sekt, den @Tinasgruenewelt in der Tasche meiner Freundin gebunkert hatte und dann vor der “Trennung auf Zeit” vergessen hatte, übergeben. Dazu mussten wir noch schnell im Rauschgold (wo die anderen derweil waren) vorbeischauen, aber da uns dort 5€ Eintritt (für eine Bar? Samma geht´s noch?) erwarteten, ließen wir sie kurz vor die Tür kommen. Damit war das auch erledigt.
An der Donau angekommen wurden wir schon gegen 23:30 Uhr von Polenböllern und den ersten Raketen begrüßt. Die Vollidioten waren auch in diesem Jahr nicht zu Hause geblieben und so hatte der Schutz des eigenen Lebens oberste Priorität. Zum Glück erwischten wir dann einen Platz, an dem wir zu den ganzen Pyromanen rundum zumindest 10m Abstand hatten.
Dank der ganzen Feuerteufel war dann pünktlich um 0 Uhr die Sicht sowas von verraucht, dass man sämtliche Raketen nur noch erahnen, aber dafür umso weniger sehen konnte.
Gegen 00:50 Uhr hatten wir den Weg bis zur Karmalounge, wo wir noch weiterfeiern wollten, zurückgelegt. Den “Idiot des Abends”-Award wurde ich dabei schon am Domplatz los, wo drei halbstarke Vollidioten meinten es wäre doch gar nicht mal so unlustig, wenn man ein paar Böller in Glasflaschen zum detonieren bringen würde. Leider griff das Darwinsche Gesetz hier nicht und so wurde von ihnen niemand verletzt. So darf man auch im nächsten Jahr wieder auf solche Späße gespannt sein.
Vor der Karmalounge erwartete uns eine ca. 100 Mann starke Schlange. Wobei, eigentlich war es eher eine Menschentraube. Wir hatten dieses Jahr auf Karten aus dem Vorverkauf verzichtet und damit keinerlei Nachteil, wie ihr gleich lesen werdet.
Sowohl der Eingang an der Obermünsterstraße, als auch der am Obermünsterplatz war geöffnet.
Fail#1: Kein Aushang – Es war nicht ersichtlich welcher Eingang für Karteninhaber und welcher für die Abendkasse vorgesehen war. Somit stellte sich jeder einfach irgendwo an, was dann darin resultierte, dass die Karteninhaber nicht durchkamen und die ohne Karte erstmal nicht rein. Nach ca. 50 Minuten waren wir dann aber auch drin und die Feierei konnte losgehen.
Gegen 02:30 Uhr wollte ich mich kurz auf die Suche nach einem Kumpel machen und begab mich dafür ins Freie. Das gleiche Bild wie kurz nach 12 bot sich hier noch immer. Eine Menschentraube vor dem (mittlerweile einzigen noch verbliebenen) Eingang. Den anderen hatten sie zugesperrt und zur Garderobe umfunktioniert. Nachdem ich dann 40 Minuten lang trotz Stempel nicht mehr in den Laden reinkam, schrieb ich meiner Freundin eine SMS, dass es wohl noch dauern könnte. Zwei Minuten später sah ich, wie sie aus der Disco kam. Weise wie ich bin dachte ich mir, dass sie wohl ein ähnliches Schicksal hinsichtlich der Wartezeit ereilen dürfte, und holte schonmal die Jacken (Fail#2). So hatten wir uns das irgendwie nicht vorgestellt. Als ich drei Minuten später mit den Jacken in der Hand dastand, war sie auf einmal auch wieder da
. Super Sache… wir entschieden uns dann angesichts der fortgeschrittenen Zeit, diese nicht noch einmal abzugeben, sondern begaben uns in Richtung Heimat.
Daraus wurde aber so schnell nichts. Nachdem uns am Hauptbahnhof eine ca. 80 Meter lange Schlange erwartete (Fail#3), kehrten wir noch für einen schnellen Snack beim Burgerking ein und gingen dann den Taxen entgegen in Richtung Amtsgericht. Nach einem schier endlosen Gewaltmarsch ertönte auf der Kumpfmühler Brücke dann endlich das erlösende Bremsgeräusche eines ockerfabenen Mercedes. Fünf Minuten und 7+1€ Trinkgeld später waren wir dann im Studentenwohnheim angekommen und konnten ins Bett gehen.
Fazit:
In der Stadt Silvester zu feiern kann echt schön sein, wenn es so läuft, wie es letztes Jahr gelaufen ist, wo wir ebenfalls in der Karma waren. Was jedoch heuer von den Verantwortlichen da fabriziert wurde, war einfach nur peinlich. Warum schafft man an diesem Abend nicht einfach EINEN Ein- und EINEN Ausgang, so dass der Besucherstrom ungehindert von denen, die nur schnell eine rauchen wollen, rein kann. Ein kleiner DINA4-Zettel über dem Eingang “Hier nur Abendkasse” bzw. “Hier nur VIP-Tickets” hätte das Chaos um ein Vielfaches geringer gehalten.
Mir ist es einfach unbegreiflich wie man nach fünf(?) Jahren Clubbestehen und damit minimum vier Silvestern immer noch nichts dazulernen kann. Ein bißchen Nachhilfe hinsichtlich Organisation würde 1. für alle den Abend angenehmer machen und 2. sogar betriebswirtschaftlich einen Sinn. Denn solange ich VOR der Tür stehe, kann ich DRINNEN keine drei bis acht Wodka-Bull zu je 7€ konsumieren.
Mal schauen, was wir am Ende des Jahres 2010 so machen werden, aber ich denke, dass ich definitiv für eine Privatfeier plädieren werde.
Was habt ihr so am 31.12. erlebt?
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Januar 2nd, 2010 at 14:41
Kann mich nimmer erinnern, aber am Eingang stand ich keine 3 Minuten
Januar 2nd, 2010 at 14:42
Dann hattest du wohl ausgesprochen großes Glück…
Januar 2nd, 2010 at 16:18
[...] bei torschtl.de vorbei. Aktuell gibt’s da einen Bericht über unser erstes gemeinsames Silvester und den Irrsinn in der Regensburger Altstadt und der Karma Lounge. Für den Moment war’s [...]
Januar 2nd, 2010 at 16:24
War bei mir eine Privatfeier mit Raclette und allem was dazu gehört (LECKER!). Wir sind nicht durch irgendwelche Stadtteile geirrt und hattens nach 15 Min draussen auch wieder schön warm drin. Irgendwelchen Vollidioten, die an Sylvester aber auch wirklich ALLE auf der Straße sind, bin ich nicht begegnet, Leib und Leben waren zu jedem Zeitpunkt sicher, auch ohne strategische Standortplanung.
Kurzum: Sylvester kann mir die Stadt echt gestohlen bleiben!
Januar 2nd, 2010 at 16:27
ja ich glaube, dass sich das bei mir im nächsten jahr ähnlich verhalten wird. irgendwie langweilt es mich in der stadt auch schön langsam. zumindest dann, wenn ALLE unterwegs sind.