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Bachelorarbeit #2: Das Thema

Wie versprochen werde ich Euch über die Bachelorarbeit, die ich in den kommenden zwei Monaten verfassen darf, auf dem Laufenden halten. Der beste Einstieg in die Artikelserie ist natürlich das Thema der Arbeit, welches ich Euch jetzt vorstellen möchte.

Die Überschrift lautet “Tankstellen als Mobilitätspunkte?“. Ich denke, dass man bereits eine grobe Ahnung bekommt, worum es gehen soll. Nichtsdestotrotz hier die genauere Erläuterung im Wortlaut des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insb. Controlling und Logistik:

“Tankstellen haben in den letzten Jahren eine Entwicklung von Kraftstoffversorgern und Werkstätten hin zu Servicepunkten durchlebt, die neben Kraftstoffen eine breite Palette anderer Produkte und Dienstleistungen anbieten, unter anderem auch logistikbezogene Dienstleistungen. Die Arbeit soll mit Rückgriff auf aktuelle Studien und Literatur die Entwicklung seit 1990 (50%) aufzeigen, deren Vor- und Nachteile herausarbeiten (20%) sowie begründet darlegen, welche logistikbezogenen Dienstleistungen zukünftig an Tankstellen zu erwarten sind (30%).”

Bei 40 Seiten Vorgabe macht dies also 20 Seiten “Entwicklung seit 1990″, 8 Seiten “Vor- und Nachteile”, sowie 12 Seiten “Zukunftsentwicklungen”. Da ich mir bei einigen Punkten nicht sicher war, was jetzt genau gemeint ist, habe ich diese Verständnisprobleme heute im persönlichen Gespräch mit meinem betreuenden Professor aus der Welt geschafft und kann somit ab Montag starten.
Ihr seht, dass eine ganze Menge Arbeit vor mir liegt und ich werde auch in den ersten Tagen und Wochen nicht viel an Fortschritten zu berichten haben, da ich mich erst einmal gründlich einlesen muss. Aber dann, so in 3-4 Wochen, könnt Ihr euch auf jede Menge Gejammere einstellen…

Das kommende Wochenende gehört aber noch einmal ganz allein meinem Schatz und mir… außerdem beginnt der offizielle Bearbeitungszeitraum eh erst nächste Woche ;-)

Wir lesen uns!

Warum das iPad für mich noch nicht perfekt ist

In meiner Zeit als Zivi im Rettungsdienst haben wir das MessagePad 2000, auch bekannt unter dem Namen Apple Newton (wobei so egtl. das OS hieß), zur Eingabe der Patientendaten verwendet. Das Gute an dem Gerät war, dass es mit sehr hoher Trefferquote die eigene Handschrift erkannte. Zwar konnte man nur Buchstabe für Buchstabe eingeben, aber dennoch lief das Schreiben recht flüssig.

Damit das iPad für mich zum Killergerät in Sachen Uni würde, bräuchte es diese Funktion in zeitgemäßer und damit performanterer Form. Ich hätte einfach gerne eine karierte Seite vor mir, auf die ich handschriftlich schreiben und zeichnen kann. Eine Umwandlung in Maschinenschrift wäre das non-plus-ultra, aber auch ohne wäre das durchaus akzeptabel.

Im Unialltag ist es nämlich so, und da werden mir sämtliche Studenten zustimmen, dass man hier einmal einen Absatz Text schreibt, der dann vielleicht auch noch eine kurze Formel enthält und mit einer Zeichnung oder Skizze abgerundet wird. Salopp gesagt: Mit einer QWERTZ-Tastatur in Pages oder einer anderen Textverarbeitung ist man einfach zu langsam, um im Vergleich mit der normalen Mitschrift auf Papier geschwindigkeitstechnisch auf gleicher Höhe zu sein. Die Zeichnungen, die man auf dem iPad erstellt sehen vielleicht schöner aus als das handschriftliche Gekrakel, aber sie dauern einfach viel zu lange.

Vor kurzem hatte ich mal ein Tablet entdeckt, dass die Oberfläche von Papier haben soll und das eine einzige Funktion hat: Handschrift digitalisieren. Soll irgendwann demnächst für 99$ in den Handel kommen (oder ist es schon?). Leider habe ich den Namen vergessen. Wenn man das Ding dann mit dem iPad koppeln könnte, hätte man ein Traumduo für den Unialltag geschaffen.

Aber wer weiß, woran Apple schon lange wieder arbeitet? Mich würde es jedenfalls wundern, wenn die Handschrifterkennung und -digitalisierung ein schon abgeschlossenes Kapitel in der Unternehmensgeschichte von Apple bzw. in der Welt der Technik wäre.

Case studies als Schlüssel zum Verständnis

Ich habe das Glück bereits zum zweiten Mal in einem Semester einen Professor, der selbst in Harvard studiert hat, als Dozenten zu haben. Denn in Harvard wurden bereite 1870 Fallstudien eingesetzt, um Lernziele zu vermitteln.

In der Veranstaltung “International Management” werden von diesem Prof. und seinen Mitarbeitern alle Lehrinhalte mittels case studies anschaulich dargestellt.

Letzte Woche zum Beispiel durfte ich einer Übung beiwohnen, in der es um Interbrew bzw. um InBev, die Firma hinter “Stella Artois”, ging. Der Dozent war diesmal ein Doktorand des Lehrstuhls, der sich wirklich eine unglaubliche Mühe gab, um das Interesse der Studenten zu wecken. Bereits eine halbe Stunde vor Übungsbeginn verwandelte er mit ein paar Helfern den Hörsaal in einen Pub, stellte unzählige Gläser und Flaschen auf einen Tisch und befüllte einen Pitcher mit Bier. Er selbst hatte dann seinen großen Auftritt als Bartender mit Schürze, Fliege und allem Pipapo.

Zur Vorbereitung der wöchentlichen Übung sind wir angehalten, den jeweiligen Fall zu lesen und einige Fragen dazu zu beantworten. In der Übung selbst sitzen dann pro Einheit ca. 60 Studenten. Im Dialog werden dann die Fragen und Problemstellungen erörtert und diskutiert. Je nach Mitarbeit erhalten wir zwischen 0 (nicht anwesend) und 5 Punkte (hervorragende Mitarbeit). Diese Zusatzpunkte fließen dann in die Endnote mit ein, wobei man auch alleine mit der Klausur eine 1,0 erreichen kann. Das heißt, das man sich – sofern man sich nicht total bescheuert anstellt – durch die Mitarbeit eigentlich nur verbessern kann.

Die Powerpointpräsentation bestand neben den normalen Folien (Text, Grafiken, …) auch aus Videos (TV-Spots). Dies lockerte die Übung hervorragend auf, so dass die Zeit wie im Fluge verging. Zum Schluss konnten 10 Freiwillige noch an einem (statistisch natürlich nicht signifikanten) Test teilnehmen, der zeigen sollte, ob man die verschiedenen Biersorten auseinander halten kann. Das Ergebnis war ernüchternd. Die Trefferquote lag nämlich in etwa so hoch, wie wenn man gar nicht probiert, sondern einfach geraten hätte.

Diese Art der Veranstaltung und Lehre erfordert einen hohen Aufwand auf Seiten der Dozenten und Studenten, bietet jedoch einen unglaublichen Mehrwert.

Wenn man mich fragt, ist das eine hervorragende alternative Präsentations- und Lehrform für so gut wie jedes Fachgebiet.


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