Der perfekte Vortrag
11 Feb
1. Einleitung
Im Verein, auf größeren Veranstaltungen oder Ehrungen und nicht zu letzt in der Uni wird man des Öfteren Opfer von langweiligen Vorträgen unterschiedlicher Art. Der eine Referent kann sich nicht ausdrücken, der nächste hat seine Powerpoint-Präsentation 1 zu 1 mit Texten aus Büchern vollgemüllt und wieder ein anderer glänzt mit der perfekt sitzenden Frisur, während er von seinem Thema keinerlei Ahnung hat.
Langweilige Vorträge stehlen Zeit, schmälern das generelle Interesse an einem Thema und sind, grob gesprochen, nervig ohne Ende. Dabei ist es so einfach, eine ansprechende und nützliche Präsentation zu erstellen. Ich erhebe für mich nicht den Anspruch der perfekte Referent zu sein, jedoch habe ich, wenn ich mir viele Kommilitonen / Vortragende ansehe, anscheinend weniger Probleme damit vor viele Leuten zu sprechen, als dies bei Vielen der Fall ist.
Was braucht es also, um einen gelungenen Vortrag zu halten?
2. Allgemeines zum Vortrag
Bevor ihr beginnt euren Vortrag zu erstellen, empfiehlt es sich, eine grobe Übersichtsskizze anzufertigen, in der ihr sämtliche Eckpunkte, die euch wichtig erscheinen, aufführt. Sobald dies geschehen ist, solltet ihr euch Gedanken darüber machen, welche Punkte näher ausgeführt werden sollten, welche lediglich einer kurzen Erwähnung bedürfen und welche eigentlich viel zu speziell sind und eher außen vor bleiben sollten.
Eine große Gefahr besteht darin, dass man sich schnell zu sehr in den Tiefen einzelner Unterpunkte verliert, so dass das eigentliche Thema komplett aus den Augen verloren geht. Achtet darauf, so wenig wie möglich und gleichzeitig so tief wie nötig in die einzelnen Punkte “einzusteigen”.
Es empfiehlt sich ebenfalls, immer wieder den sprichtwörtlichen roten Faden aufzugreifen und die Zuhörer daran zu erinnern, worum sich euer Gerede eigentlich dreht.
3. Vorbereitung
Vorbereitung ist das “A und O”, damit euer Vortrag gelingt. Nichts ist schlimmer als ein stammelnder, nach Worten ringender Referent. Übt eure Präsentation (mehrmals!) und vor allem die Überleitungen zu den einzelnen Punkten. Fragt euch ebenfalls selber, welche Rückfragen entstehen könnten und nehmt diese bereits in eurem Vortrag vorweg, indem ihr z. B. Fachwörter erklärt. Fundiertes Hintergrundwissen zum jeweiligen Thema wird euch auch dann nicht aus der Bahn werfen, falls doch noch Fragen aus dem Plenum kommen.
4. Lampenfieber
Ich behaupte, dass so gut wie jeder Mensch eine Art Lampenfieber hat, wenn es darum geht vor einer größeren Gruppe zu sprechen. Die Kunst besteht nun darin, diese Nervosität in den Griff zu bekommen. Als probates Mittel soll es wirken, wenn man sich das Publikum nackt vorstellt. Je nach euren Gegenübern könnte dies aber für Brechreiz oder andere Entgleisungen sorgen. Ich für meinen Teil ziehe es vor mir einzureden, dass alle die, die mir gerade lauschen, von meinem Thema nicht halb so viel Ahnung haben wie ich und ich theoretisch(!) jeden Scheiß erzählen könnte. Ihr werdet lachen, aber wenn ihr nicht gerade eure Bachelorarbeit verteidigt oder einen Fachvortrag über die Mitralklappe auf einem Kardiologenkongress haltet, wird das auch in den allermeisten Fällen so sein. Nur selten wird ein inhaltlicher Fehler direkt während des Vortrages von euren Zuhörern entdeckt werden. Also gilt auch beim Lampenfieber der altbekannte Satz: “Scheiß da nix, dann feid da nix”. Auf gut deutsch: “Denk dir nichts, dann wird dir auch nichts passieren”.
5. Technik und ihr richtiger Einsatz
Eine gute Präsentation ist geprägt von Abwechslung (Gestik, Mimik, Lautstärke, Wortwahl), hohem Informationsgehalt und einer ansprechenden Gesamtdarbietung. Um eure Zuhörer nicht zu verlieren während ihr gerade in ein Detail einsteigt ist es wichtig, dass ihr eine visuelle Stütze bietet. Aufgrund der einfachen Handhabung empfiehlt sich die allseits bekannte Powerpoint- respektive Keynotepräsentation. Wie aber soll man dieses Kommunikationsmittel richtig einsetzen?
Falsch sind in jedem Fall: Überladene Folien, übertriebene Animationen (kein Mensch braucht einen Effekt alá “Zeichen für Zeichen”), verschiedene Übergänge von Folie zu Folie (bleibt eurer Linie treu), …
Was machen wir also besser? Richtig, wir bieten lediglich eine Gedächtnisstütze an. Das heißt, dass sich auf unseren Folien so gut wie ausschließlich Bilder zur Illustration und Verständlichmachung, sowie Stichpunkte zu unseren Inhalten befinden. Euer Publikum ist nicht blöd und kann selber lesen, also vermeidet es auf jeden Fall, dass ihr ausformulierte Texte von euren Folien runterrattert. So etwas braucht kein Mensch.
Ich hoffe ich konnte Euch eine kleine Hilfestellung bieten und bin natürlich, wie immer, für Verbesserungsvorschläge konstruktiver Art offen.



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