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Menschen, Bilder, Erektionen 2010*

2010 neigt sich stark in Richtung Ende. Deshalb, und weil es in Mode zu sein scheint, gibt es hier den ultimatösen Jahrerückblick. Was war los in der Welt des arroganten, finanzschwachen und sozial engagierten BWLers?

Januar:

Im Artikel zum Raucherverbot echauffierte ich mich über den fehlenden Arsch in den maßgeschneiderten Hosen unserer Volksvertreter. Verwundert zeigte ich mich über den Siegeszug von UMTS, der nicht zuletzt dem iPhone zu verdanken war bzw. noch immer ist.

Februar:

Youtube zeigte ein Einsehen mit den Lüftern dieser Welt und aktivierte HTML5 als Alternative. Großartig. Bis heute. Die Bundeskanzlerin sprach sich für einen Kauf der gestohlenen Bankdaten von Steuersündern aus und zeigte damit, dass in Sachen Kriminalität oder Hehlerei mit zweierlei Maß gemessen wird. Meine Freundin und ich verpassen das zweite Twittertreffen der Regensburger Twitteria aber ahnten schon, dass diese Art von Veranstaltung definitiv viele Fortsetzungen nach sich ziehen wird. Daneben entdeckte ich den großartigen PS22-Chorus und war ein wenig traurig darüber, dass ich nur Standardmusikunterricht “genießen” durfte.

März:

Der dritte Monat startete großartig mit einem Besuch bei Bodo Wartke, den ich meiner wunderbaren Freundin zu verdanken hatte. Ein schöner Abend abseits von der gewohnten 0815-Comedy. Flattr ging ebenfalls im März an den Start. Viel gehyped, aber irgendwie nie so richtig die kritische Masse erreicht. Völlig geschockt musste ich den schlimmsten Film meines ganzen Lebens ansehen. Die Einsicht dauerte ein wenig, aber irgendwann hab ich es gecheckt. Geld machen mit einem Privatblog ist so gut wie nicht möglich.

April:

Nach einem teuren Casinobesuch kommen meine Kumpels und ich mitten in der Nacht als Ersthelfer zu einem Verkehrsunfall. Und können ein bisschen helfen. Regensburg hat eine riesen Kneipendichte, im April von einem Clubschiff ergänzt werden sollte.

Mai:

Ein großer Haufen Menschen wartete mit einer geilen Performance auf. Ein cooles Experiment zeigte, wie einfach es ist, Menschen dazu zu bringen ihren Müll fachgerecht zu entsorgen.

Juni:

Die Luft blieb mir beim Ansehen eines absolut stimmungsvollen Apnoe-Videos weg. Der Artikel mit den meisten Flattr-Einnahmen ever geht über die Telekom und ihren hervorragenden Umgang mit Bestandskunden. Steam, und damit Counter-Strike, hält Einzug auf dem Mac.

Juli:

Gleichberechtigung sieht für mich anders aus. Auch wenn das nicht jeder so sieht wie ich.

August:

18 Monate Traumbeziehung. I’m lovin’ it…pardon…her. Der erste gemeinsame Urlaub führte uns nach Mallorca. Vier Semester Studieren machen es noch lange nicht möglich, problemlos einen Bafögantrag zu stellen. Die beste Zugansage 2010 verursacht Bauchkrämpfe durch Lachen. Nach der Landung in München berichte ich über das erste spanische Hotel, das seine Sterne wirklich verdient hat.

September:

Mein erstes Praktikum führt mich gleich einmal zu einem Weltmarktführer. Eine kurze, aber super positive Erfahrung. Erfolg ist definiert durch die Zahl vier. Ich wurde wie viele andere Youtube-Fans auch Zeuge des wohl krassesten Jobs der Welt. Hosenschissgarantie inklusive. Das mittelständische Printmedium wettert gegen Google Streetview und zaubert dann einen einzigartigen Dienst aus dem Hut. L – O – L.

Oktober:

Ich sinniere darüber, ob ein Praktikum zum späteren Job passen muss. Nach einem Gespräch beschließe ich, mir künftig einen Maulkorb im Web 2.0 zu verpassen. Die Bahn verkackt es in sämtlichen Social Networks und wird zum Spielball der Communities.

November:

Ein 17-Jähriger veröffentlicht einen traurigen, aber sehr gut gemachten Kurzfilm. Beruf und Berufung haben nichts miteinander zu tun. Der Zivildienst wird ausgesetzt und ich trauere mit all den potentiellen zukünftigen Zivis, weil sie diese Zeit nicht erleben dürfen.

Dezember:

Nach dem Schneechaos (vulgo: Winter) stellt der ÖPNV genau die Buslinie ein, die ich benutzen wollte. Ich entschließe mich zum Spaziergang und werde von einem ehemaligen Kollegen vor dem sicher geglaubten Tod gerettet.

Frohe Weihnachten und einen guten Start in das neue Jahr wünsch ich Euch!

* Headline brought to you by c0rtex

Die Leiden des jungen torschtl

Gestern fasste ich den Entschluss, dass ich am heutigen Tag zur Abrechnung in den Kreisverband des BRK in Regensburg fahre. Mein Dad setzte mich also auf dem Weg in Richtung Arbeit in der Straubinger Straße ab und setzte dann seinen Weg fort.

Nach der Abrechnung und einem Kaffee mit den ehemaligen Rettungsdienstkollegen, stellte ich mich dann brav an die Bushaltestelle und harrte der Busse, die da kommen sollten. Und ich harrte und harrte und haarrr harrrr harrrrrrr. Der Bus kam natürlich nicht. Anfangs war es eigentlich noch ganz amüsant… was sind schon 10-20min Verspätung…

Dann Bau ich mir meinen eignen ÖPNV mit blackjack und Nutten! #fb

-@torschtl (torschtl), 17-12-2010 09:38:59

Nach über einer Stunde des Wartens kam ich dann auf die Idee, dass es sicher totaaaal lustig wäre, den Weg zu Fuß zurückzulegen. Die Idee mit dem Taxi hatte ich natürlich auch, aber 5km sollten ja wirklich zu Fuß drin sein. Meine Follower setzte ich natürlich pflichtbewusst von meinem Vorhaben in Kenntnis.

Ich gehe jetzt von Regensburg nach Neutraubling... Nüchtern noch nie gemacht. Werde mir ne Flasche Wodka kaufen ;)

-@torschtl (torschtl), 17-12-2010 10:15:07

Schnell merkte ich, dass Google Maps die Umwelt nicht 1 zu 1 abbildet, sondern einen sogenannten “Maßstab” zur Darstellung verwendet.

Zieht sich http://twitpic.com/3gp7jr

-@torschtl (torschtl), 17-12-2010 10:31:09

Als Raucher ist man natürlich optimal auf Ausdauergedöns wie Winterspaziergänge trainiert. Mein Körper zeigte erste Reaktionen…

Ich schwitze http://twitpic.com/3gp8k5

-@torschtl (torschtl), 17-12-2010 10:35:08

Bauarbeiten zuzüglich 30cm Schnee machten den Geh-/Radweg entlang der B8 unbegehbar. Also ab auf die Bundesstraße und das lustige Spiel namens “Lichter fangen” möglichst vermeiden.

Nahtoderfahrung Kennste? #fb http://twitpic.com/3gpafe

-@torschtl (torschtl), 17-12-2010 10:42:10

Der Weg wollte einfach kein Ende nehmen und meine Motivation, die ich die ersten 25 Meter verspürt hatte, war längst verflogen. Ungefähr seit 1975 Metern.

Nicht. Mehr. Lange. http://twitpic.com/3gpeiw

-@torschtl (torschtl), 17-12-2010 10:57:16

Die mit 30cm Schnee bedeckten, aber befestigten Straßen wären in Kürze von einem Feldweg mit vermuteten 3,20m Neuschnee abgelöst worden… sie wären… wenn da nicht die Erlösung in Form eines Tweets gekommen wäre.

@torschtl i hol di

-@hkrausler (Helge Krausler), 17-12-2010 10:59:24

Ein ehemaliger Kollege aus dem Praktikum bei Krones opferte seine Mittagspause, um mir 40 weitere Minuten Gewaltmarsch zu ersparen. Mir war das direkt peinlich, aber letzten Endes war ich dann doch froh über das Angebot. Nach nur wenigen Minuten war er da, gabelte mich auf und setzte mich wohlbehalten vor der Haustür ab.

Ich werde mich natürlich beim heute Abend stattfindenden Twittertreffen revanchieren (wenn das für so eine Aktion überhaupt möglich ist…ich mein…hallo? Mittagspause ist ja wohl das Heiligtum des Arbeitstages).

Ansonsten bleibt mir nur zu sagen:

.@hkrausler is echt the man!!!!! Tausend dank!

-@torschtl (torschtl), 17-12-2010 11:20:31

Der Muskelkater kommt trotz allem schön langsam… :D

Bildungsstreik Regensburg 2010: Erfolgreiche Demo

Die für heute angekündigte Demo der Uni Regensburg scheint ein voller Erfolg gewesen zu sein.

Die Zahl der Demoteilnehmer schwankt zwischen 2500 (Mittelbayerische Zeitung) über 8000-9000 (Polizei) bis hin zu zwischenzeitlich 10000 Teilnehmern (Veranstalter).

Mein Bild des Tages ist übrigens das hier (Quelle: twitter.com/RGB_besetzt):


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