Warum das iPad für mich noch nicht perfekt ist
In meiner Zeit als Zivi im Rettungsdienst haben wir das MessagePad 2000, auch bekannt unter dem Namen Apple Newton (wobei so egtl. das OS hieß), zur Eingabe der Patientendaten verwendet. Das Gute an dem Gerät war, dass es mit sehr hoher Trefferquote die eigene Handschrift erkannte. Zwar konnte man nur Buchstabe für Buchstabe eingeben, aber dennoch lief das Schreiben recht flüssig.
Damit das iPad für mich zum Killergerät in Sachen Uni würde, bräuchte es diese Funktion in zeitgemäßer und damit performanterer Form. Ich hätte einfach gerne eine karierte Seite vor mir, auf die ich handschriftlich schreiben und zeichnen kann. Eine Umwandlung in Maschinenschrift wäre das non-plus-ultra, aber auch ohne wäre das durchaus akzeptabel.
Im Unialltag ist es nämlich so, und da werden mir sämtliche Studenten zustimmen, dass man hier einmal einen Absatz Text schreibt, der dann vielleicht auch noch eine kurze Formel enthält und mit einer Zeichnung oder Skizze abgerundet wird. Salopp gesagt: Mit einer QWERTZ-Tastatur in Pages oder einer anderen Textverarbeitung ist man einfach zu langsam, um im Vergleich mit der normalen Mitschrift auf Papier geschwindigkeitstechnisch auf gleicher Höhe zu sein. Die Zeichnungen, die man auf dem iPad erstellt sehen vielleicht schöner aus als das handschriftliche Gekrakel, aber sie dauern einfach viel zu lange.
Vor kurzem hatte ich mal ein Tablet entdeckt, dass die Oberfläche von Papier haben soll und das eine einzige Funktion hat: Handschrift digitalisieren. Soll irgendwann demnächst für 99$ in den Handel kommen (oder ist es schon?). Leider habe ich den Namen vergessen. Wenn man das Ding dann mit dem iPad koppeln könnte, hätte man ein Traumduo für den Unialltag geschaffen.
Aber wer weiß, woran Apple schon lange wieder arbeitet? Mich würde es jedenfalls wundern, wenn die Handschrifterkennung und -digitalisierung ein schon abgeschlossenes Kapitel in der Unternehmensgeschichte von Apple bzw. in der Welt der Technik wäre.
