Schlafen wird unterschätzt…

Es gibt viele Dinge, die man als Luxus bezeichnen kann. Da wären die glückliche Beziehung, die Gesundheit von Freunden und Familie oder aber auch materieller Wohlstand. Ein häufig unterschätzter Luxus, der mir immer während der Klausurenzeit auffällt, ist der Schlaf. Oft als notwendiges Übel verschrien ist er es doch, der maßgeblich unsere Laune und Leistungsfähigkeit beeinflusst.

Ich habe Phasen, da komme ich arbeitsbedingt auf maximal fünf bis sechs Stunden pro Nacht und das über zwei Monate hinweg. Das Resultat ist dann eine hohe Gereiztheit, miese Laune allgemein und auch die Konzentration verabschiedet sich nach ein bis zwei Stunden. Während der ganzen “schlaflosen” Zeit blicke ich nach vorne und wünsche mir nichts mehr, als einmal wieder zehn oder zwölf Stunden mit meiner Freundin im Bett liegen zu können und einfach Nichts zu tun. Und wenn der Tag dann ist, dann fühlt es sich an, als wäre man neu geboren. Man steht mit einem Lächeln im Gesicht auf, trinkt den ersten Kaffee des Tages auf dem Balkon und lässt sich dabei die Sonne ins Gesicht scheinen.

Ja, schlafen kann man, wenn man tot ist, aber so lange möchte ich nicht warten.

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