Bodo Wartkes erstes Mal
Es war sein erstes Mal, sein erstes Mal in Regensburg. Gestern Abend durfte ich, auf Einladung von meiner Freundin hin, Bodo Wartke live im Audimax der Universität Regensburg sehen.
Einigermaßen pünktlich kam er um kurz nach 8 auf die Bühne und gab sogleich viele seiner sogenannten “benutzerdefinierten Liebeslieder” (mit einprägsamen Titeln wie “Andrea” oder “Claudia”
) zum Besten, bevor er sich, zu meiner Verwunderung, schon nach 50 Minuten in die Pause verabschiedete.
Bis dahin kam das Programm eher langsam in Fahrt. Mit einer Mischung aus Gedichten und Songs sorgte Bodo für Abwechslung, die jedoch durch eine nicht ganz optimale Akustik an meinem Platz getrübt wurde. Vielleicht saß ich aber auch gerade in einem “toten Winkel” und hatte einfach Pech. Nichtsdestotrotz war dieses Problem nach der Pause dann behoben, so dass ich ab sofort jedes Wort klar und deutlich verstand.
Nach knapp zwei Stunden verließ Bodo Wartke die Bühne zum ersten finalen Mal, bevor er noch über eine halbe Stunde Klassiker wie z. B. sein Liebeslied als Zugaben vortrug. Erst jetzt zeigte sich das eigentliche Potential, das in ihm steckt. Bodo verstand es von da an wunderbar auf Zwischenrufe zu reagieren und kam jetzt so richtig in Kontakt mit seinem Publikum. Gekommen waren übrigens fast 1000.

Die wohl größten Lacher sahnte er mit seinem Lied namens “Ja, Schatz” ab, das er wirklich brilliant in Sachen Mimik, Gestik und Stimmlage vortrug.
Eines ist ganz klar: Wartke ist kein Mittermeier und erst recht kein Mario Barth, aber das will er auch nicht sein. Bei ihm liegt man nicht vor Lachen auf dem Boden, bei ihm braucht man manchmal ein, zwei Sekunden, bis einen das Grinsen überkommt, aber irgendwie ist man den ganzen Abend lang auf einem gewissen “Erheiterungslevel” und geht mit einer innerlichen Heiterkeit aus dem Saal.
Ich würde mir Bodo Wartke jederzeit wieder ansehen gerade weil er eine Art von Comedy und Kabarett betreibt, die man in Deutschland ansonsten so gut wie gar nicht findet.
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Tags: Archetyp, Audimax, Bodo, Comedy, ein, Kabarett, Liebeslied, Noah, Programm, Regensburg, Schatz, war, Wartke
März 1st, 2010 at 17:43
Ich habe Bodo Wartke mit seinem Programm “Achilesverse” letztes Jahr in Gießen gesehen.
Fand ich sehr gut, die meisten Lieder kannte ich bis dahin nicht. Hatte am Abend sogar das erste Mal in meinem Leben nen richtigen Muskelkater in den Wangen vom vielen Lachen.
Hab aber auch gehört, dass sein neues Programm irgendwie etwas flacher klingen soll als das Alte.
Ich würde daher jedem empfehlen, Achilesverse ein Mal zu besuchen
März 1st, 2010 at 17:49
Ja Markus, wie schon oben genannt war der erste Teil für meinen Begriff etwas “langatmig”, was sich dann aber im Laufe des Programms änderte. Da kam dann nach und nach etwas dynamik rein… würde mir auf jeden Fall die anderen Programme auch ansehen.
März 1st, 2010 at 18:29
[...] aber Bodo macht seine Scherze nicht auf die Mario Barth- oder Michael Mittermeier-Art (um den Vergleich meines Liebsten nochmal aufzugreifen), bei der jemand anderes (wahlweise Frauen) verarscht werden, sondern sehr [...]
März 1st, 2010 at 21:45
Großartiger Humor und nette Pianomusik. Bodo Wartke gehörte lange zu meinen Favorites auf der Bühne. Nur leider finde ich seine Songs und Stücke teils etwas einfälltig und zu sehr gekünstelt. Klar, Humor ist wenn man trotzdem lacht. Und das macht er ganz gut. Schade, dass mit “Ja Schatz” immer noch eines seiner älteren Stücke zu den besseren gehört.
März 1st, 2010 at 22:30
Ich muss zugeben, dass ich noch zu wenig von ihm kenne, um das beurteilen zu können. Ich frage mich lediglich, warum er nicht von Anfang an mit dem Publikum interagiert hat, obwohl er das wirklich drauf hat.
März 2nd, 2010 at 14:20
Ich war auch dort, es war richtig toll! Ich kannte einen Teil der Stücke des Abends aus dem Internet, wobei ich aber positiv überrascht war, über neue Songtext-Elemente, da er scheinbar bei einigen Stücken immer mal wieder was am Text ändert! ^^
Ein wenig schade fand ich, dass er beim Liebeslied das mit dem Einruf “Wallersdorf” nicht ganz verstanden hat, aber na ja gut, sein Pech!
Ansonsten wars aber ein sehr gelungener Abend und ich freu mich schon auf das nächste mal, wenn er wieder in der Stadt ist und dann “Instrumente spielt, die er nicht beherrscht”! ^^