Social Media: Wer mich unterhält ist mir egal…
Die besten Gedanken kommen mir oft im Halbschlaf, nachdem der Wecker bereits zwei mal geklingelt hat und das dritte mal kurz bevorsteht. So auch am heutigen Morgen.
Der Gedankenblitz, der mir so um kurz vor 7 durch den Kopf schoß, war eigentlich ziemlich simpel und doch wert, dass ich länger über ihn nachdenke. Er lautete in etwa so: “Seit Facebook und Co. ist es mir eigentlich ziemlich egal, welche Firma oder welches Produkt mich im Web unterhält.” Irgendwie faszinierend, dass es mich nicht kümmert, ob da Kosmetik für Frauen oder Waffen für Sportschützen promotet werden sollen. Solange sich lustige Videos, spannende Stories oder intressante Menschen hinter der äußerlichen Fassade finden lassen, solange habe ich auch Interesse für die Fanseite oder den Account. Natürlich komme ich als potentieller Kunde bei vielen Sachen nicht in Betracht, aber man weiß ja wie die Dinge laufen und “Awareness” ist für eine Marke mindestens genau so wichtig, wie die Verkäufe an sich.
Aus diesem Gedanken lässt sich ein ziemlich einfacher Schluss ziehen: “Jedes Produkt und jede Firma kann im Web 2.0 beworben werden”. Das eigentliche Produkt rückt nämlich, stellt man es geschickt an, in den Hintergrund. Wichtig sind die Menschen, die die Inhalte gestalten, wichtig sind die Inhalte an sich und wichtig sind, wie eh und je, spannende und möglichst virale Geschichten. Und wenn ich all das aufbieten kann, dann ist es auch kein Problem “TENA lady” oder vermeintlich langweilige Bausparverträge im Social Web zu platzieren.
Wie denkt Ihr darüber? Schwachsinn oder doch die Wahrheit?
