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Social Media: Wer mich unterhält ist mir egal…

Die besten Gedanken kommen mir oft im Halbschlaf, nachdem der Wecker bereits zwei mal geklingelt hat und das dritte mal kurz bevorsteht. So auch am heutigen Morgen.

Der Gedankenblitz, der mir so um kurz vor 7 durch den Kopf schoß, war eigentlich ziemlich simpel und doch wert, dass ich länger über ihn nachdenke. Er lautete in etwa so: “Seit Facebook und Co. ist es mir eigentlich ziemlich egal, welche Firma oder welches Produkt mich im Web unterhält.” Irgendwie faszinierend, dass es mich nicht kümmert, ob da Kosmetik für Frauen oder Waffen für Sportschützen promotet werden sollen. Solange sich lustige Videos, spannende Stories oder intressante Menschen hinter der äußerlichen Fassade finden lassen, solange habe ich auch Interesse für die Fanseite oder den Account. Natürlich komme ich als potentieller Kunde bei vielen Sachen nicht in Betracht, aber man weiß ja wie die Dinge laufen und “Awareness” ist für eine Marke mindestens genau so wichtig, wie die Verkäufe an sich.

Aus diesem Gedanken lässt sich ein ziemlich einfacher Schluss ziehen: “Jedes Produkt und jede Firma kann im Web 2.0 beworben werden”. Das eigentliche Produkt rückt nämlich, stellt man es geschickt an, in den Hintergrund. Wichtig sind die Menschen, die die Inhalte gestalten, wichtig sind die Inhalte an sich und wichtig sind, wie eh und je, spannende und möglichst virale Geschichten. Und wenn ich all das aufbieten kann, dann ist es auch kein Problem “TENA lady” oder vermeintlich langweilige Bausparverträge im Social Web zu platzieren.

Wie denkt Ihr darüber? Schwachsinn oder doch die Wahrheit?

Bravo, König der Buletten!

Social-Media-”Experten” gibt’s ja wie Sand am Meer. Und die Top100 der “Do’s and Dont’s in Social Media” sind ja mittlerweile auch schon 30 mal veröffentlicht, umgeschrieben und wieder veröffentlicht worden. Dabei sind die Social Media doch ganz anders gestrickt. Die Menschen in den sozialen Netzwerken sind in meinen Augen nur zu einem kleinen Teil so, wie sie die Unternehmen gerne hätten: berechenbar.

Klar, man kann Shitstorms durchaus durch sein Verhalten als Unternehmen aktiv erzeugen, dazu gehört nicht viel. Aber erstens will das keiner und zweitens ist es doch viel erstrebenswerter, positive Reaktionen in der Community zu erzeugen. Der Social-Media-Experte würde jetzt raten, dass man relevante Beiträge liefert und aktiv Kommunikation mit den “Fans” betreibt. Ist ja alles schön und gut, aber eben auch nicht mehr.

Richtig gut werden Aktivitäten in Netzwerken, wenn sie ab und zu auch unerwartet sind. Das heißt, dass – blödes Beispiel zur Illustration – Jung von Matt (Werbeagentur von/für Sixt) auch einmal eine 0815 Werbekampagne startet, anstatt wieder ein aktuelles Geschehnis aufzugreifen und Ähnliches. Ein sehr gutes Beispiel hat am heutigen Tage zum Beispiel Burgerking geliefert.

Food Fact der Woche:
In nahezu allen Kulturen essen Männer mehr Fleisch als Frauen. – Wir möchten festhalten: Unsere Burger bestehen aus 0% Frauen und 100% purem Beef!

Nach dreimaligem Durchlesen hat man es dann endlich gerafft und was ist die Reaktion? Genau, man schmunzelt. Genau mit solchen Kleinigkeiten schafft man es über kurz oder lang den “Fan” zum “Addict” werden zu lassen.

Nur meine Zwei mark fuchzg!

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Reasons why I love the internetz

via m4ki

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