Archive for the ‘Wasserrettung’ Category

Sommer, Sonne, keine Ferien

Lange hab ich nichts mehr hören lassen. Der Grund ist simpel: Mir brennt zur Zeit nichts unter den Nägeln. Ich gehe 35h pro Woche meinem Praktikum nach, liege danach meistens tot im Bett, treffe mich in dem bißchen Freizeit, das mir bleibt, mit meiner Freundin und bin ansonsten ziemlich eingespannt mit den Vorbereitungen für die neue Wachsaison bei der Wasserwacht. Nebenbei dann noch ein Casinobesuch hier, ein Onlinepokerründchen da und ein Homegame dort.

Alles in allem ziemlich stressige “Ferien”. Die Bachelorarbeit steht vor der Tür. Da werd ich nächste Woche wohl oder übel mal die Themen genauer anschauen, damit ich meine Präferenzen festlegen kann. Das endgültige Topic wird dann sowieso nicht mein Favorit sein, da die ganze Sache ausgelost wird.

Sobald ich wieder was zu sagen hab, werd ich auch wieder vermehrt bloggen, aber zur Zeit will ich einfach nicht zwanghaft bloggen nur damit ich auch was schreibe.

Zivilcourage oder Dummheit? *update*

Der folgende Post ist einzig und allein meine persönliche Meinung und stimmt nicht zwingend mit der Meinung der Wasserwacht überein. Ich gehe im folgenden von dem veröffentlichten Pressebericht aus. Für dessen Richtigkeit kann ich natürlich nicht garantieren.

*Update*

Der Pressebericht scheint nicht so ganz der Wahrheit zu entsprechen, was meine Einschätzung natürlich völlig über den Haufen schmeißt. Es war nicht so, dass die Damen zu der Person hingeschwommen sind, sondern nur eine der Retterinnen, die – was ebenfalls im Pressebericht fehlt – Rettungsschwimmerin ist, zu der Geretteten hingewatet ist und diese bis zum Eintreffen der Rettungskräfte festgehalten und an Land gebracht hat. Die Passantinnen haben somit vorbildlich und, entgegen meiner Darstellung, unter Beachtung des Eigenschutzes gehandelt. Ich entschuldige mich hiermit für meine falsche Einschätzung der Lage, die aber – wie schon erwähnt – nur auf dem Pressebericht beruhte. Zum besseren Nachvollzug lasse ich den Artikel trotzdem weiterhin online.

*Update Ende*

Gestern wurde ich mit der Wasserwacht zu einem SEG-Einsatz alarmiert. Grund dafür war, laut Presseberichten, eine Frau, die in die Donau gesprungen war. Noch bevor wir circa 8 Minuten nach Alarmierung von der Wache ausrücken wollten, wurde der Einsatz eingestellt, da die Person “bereits in Sicherheit” wäre. Gerettet wurde die Frau durch zwei Passantinnen, die in die Donau sprangen. Im Übrigen haben wir gerade (30.03.10 – 9:40 Uhr) 8,6°C Wassertemperatur.

Analysieren wir die Situation, wie sie sich wohl zugetragen hat. Die Gerettete sprang in suizidaler Absicht vom Eisernen Steg in die eiskalte Donau und diese zwei Frauen sehen sie Sekunden (Minuten?) später leblos in der Donau treiben.

Was nun passiert ist in seinem Ergebnis in den höchsten Tönen löblich, objektiv gesehen jedoch absolut falsch. Beide Frauen schwimmen zu der Person und ziehen diese in einer selbstlosen Rettungsaktion aus dem Wasser.

8,6°C ist als Lufttemperatur schon ziemlich kalt, im Wasser ohne Schutzmaßnahmen wie einem Neoprenanzug fast nur unter Schmerzen zu ertagen. Ich weiß wovon ich rede, denn ich teste es selber einmal pro Jahr. Bei diesen Wassertemperaturen dauert es nur wenige Augenblicke bis der Körper so weit ausgekühlt ist, dass Bewegungen – und somit schwimmen – so gut wie unmöglich werden. Die Gefahr der Bewusstlosigkeit ist natürlich auch gegeben, auch wenn dies ein wenig länger dauert.

Ich habe mich mit mehreren Wasserrettern, so wie auch ich einer bin, unterhalten und wir kamen alle zu dem gleichen Schluss, dass eine solche Rettungsaktion auf keinen Fall ungesichert zu empfehlen ist, zumal die Wasserrettung oft schon nach 5 Minuten am Schopperplatz einsatzklar ist. 5 Minuten, die – und das gebe ich zu – oft über Leben und Tod entscheiden können, die aber auch das Leben der zwei Passantinnen nicht in Gefahr gebracht hätten.

Mir ist klar, dass die Helferinnen bei dieser Aktion nicht lange überlegt und abgewogen haben, aber genau das ist es, was man bei der Wasserwacht eingetrichtert bekommt. Eigenschutz steht über allem. Niemandem wäre am gestrigen Tag geholfen gewesen, wenn die Wasserrettung nach eben jenen oben genannten 5 Minuten drei Bewusstlose, eventuell sogar reanimationspflichtige, Personen hätte retten müssen.

Man kann sich eigentlich nur immer wieder wundern, dass diese Aktionen zu (gefühlten) 90% ein gutes Ende finden. Zivilcourage ist, auch wenn sie – wie in diesem Fall – objektiv gesehen nicht zu begrüßen ist, selten geworden.

Ironman Regensburg – Die besten Plätze

Viele Zuschauer fragen sich sicher, von wo aus man den besten Blick auf die einzelnen Wettbewerbe haben wird. Während man bei der Fahrrad- und Laufstrecke schier unendlich viele Möglichkeiten hat, lohnt es sich beim Schwimmwettbewerb am Guggenberger See schon eher, ein paar Alternativen in Betracht zu ziehen.

Wie man auf dem Übersichtsplan sehen kann, werden die SchwimmerInnen an der Südseite auf Höhe der Wasserwachtstation in das Wasser gehen und es dort nach 3,8km Schwimmdistanz auch wieder verlassen. Die Wechselzone ist leider nur ungenau eingezeichnet, so dass man abwarten muss, inwiefern man Zugang zu den verschiedenen Plätzen haben wird. Sollte sich die Wechselzone jedoch direkt an Verbindungsstraße Neutraubling-Mintraching befinden, wäre die Landzunge östlich der Wasserwachtstation frei zugänglich. Zur besseren Verständlichkeit, empfehle ich einen Blick auf die Karte.

Von dort aus hätte man dann sowohl einen hervorragenden Blick auf den Start- und Zielpunkt, als auch auf das Geschehen an und im Wasser.

Die Sportler werden im Anschluss den Guggenberger See auf ihren Rädern in Richtung Birkenfeld verlassen.

Sollte ich weitere Informationen hinsichtlich des Zugangs zu den verschiedenen Plätzen bekommen, werde ich es euch natürlich wissen lassen.


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