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Bachelorarbeit #11: Formatieren ist ein Arschloch

Ja…soweit hätte ich es dann. Zufrieden bin ich nicht mit dem Wortdurchfall auf dem Papier, aber irgendwann muss auch mal Schluss sein. 2 Monate habe ich mit Recherche, Schreiben, Löschen, Nachrecherche, Schreiben, Datenverlust, Schreiben, Löschen, …. zugebracht und mittlerweile schlage ich mich mit der Formatierung des Textes rum.

Die ersten Reaktionen von meinen “Proofreadern” waren überwiegend positiv. Leider zählen deren Meinungen in Bezug auf die Note nicht. :(

Ich hoffe jetzt einfach, dass mir der Korrektor wohlgesonnen ist und da ne 2,0 oder 2,3 draufklatscht und dann wäre dieses Kapitel auch Vergangenheit. Der Master steht vor der Tür. Ab jetzt zählt’s.

Angenehm

Mir ist gerade eine kleine “Story” aus meinem letzten Praktikum bei Krones eingefallen, die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

Als Praktikant ist man ja oft in vielerlei Hinsicht der Arsch. So ist zumindest die weit verbreitete Meinung. Wenn man nicht Kaffee kochen muss, dann wird man den Kollegen zumindest als “Praktikant” vorgestellt und dann eventuell auch nicht für ganz voll genommen. Immerhin hat man ja keinen Plan von den Abläufen, ist fachlich ein kompletter Volldepp, weil man ja nur Theorie im Hirn hat und das Verhältnis zu einem Praktikanten kann den Mitarbeitern auch egal sein, weil der ja eh bald wieder weg ist.

Während all das in meinem ersten Praktikum alles ziemlich egal war, weil da jeder Mitarbeiter mal Kaffee gemacht hat und weil ich da von Anfang an ein Bestandteil des Teams und kein Anhängsel war, so setzte das zweite Praktikum noch ein Sahnehäubchen auf das Praktikantendasein.

Ich wurde kein einziges Mal als “Praktikant” vorgestellt, sondern immer als Mitarbeiter oder Kollege. Sowohl im Unternehmen selbst, als auch bei den Außenterminen. Das hatte den super Effekt, dass ich nie ignoriert wurde, immer das gleiche Rederecht hatte wie alle anderen Kollegen und meine Vorschläge dann genau so ernsthaft diskutiert wurden wie die des “Stammpersonals”. Das war echt angenehm und spornte mich auch zusätzlich an, mein Hirn anzustrengen, um Lösungen zu finden, selbst wenn dieses oder jenes gar nicht in meinen Aufgabenbereich gefallen ist. Das Ende vom Lied war dann eine Erfindungsmeldung, die es aber leider nicht bis in die Patentabteilung geschafft hat.

Wäre ich nur der “Praktikant” gewesen, hätte ich höchstwahrscheinlich 90% aller Erfahrungen (z. B. Teilnahme an größeren Meetings, Außentermine, …) überhaupt nicht gemacht und einen Großteil des im Praktikum erlangten Wissens wäre mir wohl verschlossen geblieben.

Ich habe mir geschworen, dass ich im späteren Arbeitsleben einmal genau so mir Praktikanten umgehen werde, wie mit mir umgegangen wurde. Denn allein die Vermittlung des Gefühls, dass man “dazugehört”, wirkt sich ungemein positiv auf die Motivation aus. Und das hilft beiden Seiten. Dem Unternehmen und demjenigen, der etwas lernen möchte.

Bachelorarbeit #10: Ich mag nicht mehr

Schön langsam komme ich in die Resignationsphase. Sieben Tage die Woche arbeite ich mal mehr mal weniger an meiner Arbeit und von Tag zu Tag habe ich weniger Lust darauf. Die ersten Kapitel kann ich aufgrund zigfachen Durchlesen mittlerweile auswendig und Fehler fallen mir schon lange nicht mehr auf, weil die “Betriebsblindheit” vorherrscht.

Ich bin mittlerweile bei circa 30 Seiten und könnte ohne Probleme in 2 bis 3 Seiten mein Fazit schreiben und das Ding dann beiseite legen. Aber gefordert sind 40 Seiten und so bin ich nun seit Tagen damit beschäftigt diese noch notwendigen Seiten mit Geschreibsel zu füllen, das eigentlich kein Mensch braucht. Vorgaben…

Ich hoffe inständig, dass es mir diese Woche gelingt, die 40 Seiten zusammen zu bekommen und dann erst einmal ein bis zwei Tage Ruhe vom Schreiben zu haben, bevor es an die Verschlimmbesserung geht.

9. Juli – der Tag des Aufatmens. Der Tag, ab dem ich meine Freundin endlich bei der Organisaton ihres Auslandsaufenthaltes unter die Arme greifen kann, soweit es mir möglich ist. Dieses Semester war mit Sicherheit nicht das Schlimmste meines bisherigen Studiums, das nervigste aber ohne Zweifel. Unbedarft und ohne viel Plan wie man so eine Arbeit organisiert, artet es leider schnell in Stress, Verzweiflung und Demotivation aus. Aber was soll’s… im Juli ist der Kas bissen und dann startet ein neuer Abschnitt meines Lebens im Masterstudium und der Zeitpunkt bis zum Einstieg in die “richtige Arbeit” rückt nochmals näher. Ich bin gespannt.


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