Archive for the ‘Regensburg’ Category

Die Leiden des jungen torschtl

Gestern fasste ich den Entschluss, dass ich am heutigen Tag zur Abrechnung in den Kreisverband des BRK in Regensburg fahre. Mein Dad setzte mich also auf dem Weg in Richtung Arbeit in der Straubinger Straße ab und setzte dann seinen Weg fort.

Nach der Abrechnung und einem Kaffee mit den ehemaligen Rettungsdienstkollegen, stellte ich mich dann brav an die Bushaltestelle und harrte der Busse, die da kommen sollten. Und ich harrte und harrte und haarrr harrrr harrrrrrr. Der Bus kam natürlich nicht. Anfangs war es eigentlich noch ganz amüsant… was sind schon 10-20min Verspätung…

Dann Bau ich mir meinen eignen ÖPNV mit blackjack und Nutten! #fb

-@torschtl (torschtl), 17-12-2010 09:38:59

Nach über einer Stunde des Wartens kam ich dann auf die Idee, dass es sicher totaaaal lustig wäre, den Weg zu Fuß zurückzulegen. Die Idee mit dem Taxi hatte ich natürlich auch, aber 5km sollten ja wirklich zu Fuß drin sein. Meine Follower setzte ich natürlich pflichtbewusst von meinem Vorhaben in Kenntnis.

Ich gehe jetzt von Regensburg nach Neutraubling... Nüchtern noch nie gemacht. Werde mir ne Flasche Wodka kaufen ;)

-@torschtl (torschtl), 17-12-2010 10:15:07

Schnell merkte ich, dass Google Maps die Umwelt nicht 1 zu 1 abbildet, sondern einen sogenannten “Maßstab” zur Darstellung verwendet.

Zieht sich http://twitpic.com/3gp7jr

-@torschtl (torschtl), 17-12-2010 10:31:09

Als Raucher ist man natürlich optimal auf Ausdauergedöns wie Winterspaziergänge trainiert. Mein Körper zeigte erste Reaktionen…

Ich schwitze http://twitpic.com/3gp8k5

-@torschtl (torschtl), 17-12-2010 10:35:08

Bauarbeiten zuzüglich 30cm Schnee machten den Geh-/Radweg entlang der B8 unbegehbar. Also ab auf die Bundesstraße und das lustige Spiel namens “Lichter fangen” möglichst vermeiden.

Nahtoderfahrung Kennste? #fb http://twitpic.com/3gpafe

-@torschtl (torschtl), 17-12-2010 10:42:10

Der Weg wollte einfach kein Ende nehmen und meine Motivation, die ich die ersten 25 Meter verspürt hatte, war längst verflogen. Ungefähr seit 1975 Metern.

Nicht. Mehr. Lange. http://twitpic.com/3gpeiw

-@torschtl (torschtl), 17-12-2010 10:57:16

Die mit 30cm Schnee bedeckten, aber befestigten Straßen wären in Kürze von einem Feldweg mit vermuteten 3,20m Neuschnee abgelöst worden… sie wären… wenn da nicht die Erlösung in Form eines Tweets gekommen wäre.

@torschtl i hol di

-@hkrausler (Helge Krausler), 17-12-2010 10:59:24

Ein ehemaliger Kollege aus dem Praktikum bei Krones opferte seine Mittagspause, um mir 40 weitere Minuten Gewaltmarsch zu ersparen. Mir war das direkt peinlich, aber letzten Endes war ich dann doch froh über das Angebot. Nach nur wenigen Minuten war er da, gabelte mich auf und setzte mich wohlbehalten vor der Haustür ab.

Ich werde mich natürlich beim heute Abend stattfindenden Twittertreffen revanchieren (wenn das für so eine Aktion überhaupt möglich ist…ich mein…hallo? Mittagspause ist ja wohl das Heiligtum des Arbeitstages).

Ansonsten bleibt mir nur zu sagen:

.@hkrausler is echt the man!!!!! Tausend dank!

-@torschtl (torschtl), 17-12-2010 11:20:31

Der Muskelkater kommt trotz allem schön langsam… :D

Zwischenstand

- Ich habe derzeit noch drei Referate an der Backe. Internationales Management (auf Englisch), Internationales Personalmanagement (über Personalbedarfsplanung) und zu guter Letzt im Fach Neue Unternehmenskulturen (über Mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur). Leider bin ich wieder spitze im Prokrastinieren, so dass es wieder völlig in Stress ausarten wird.

- Am Freitag habe ich eine sog. Midterm-Klausur im Fach Immobilienfinanzierung. Hervorragend hierbei ist, dass wir keine Formelsammlung bekommen. Das ist in einem mathematischen Fach auch total sinnvoll, da man dann zeigen kann, dass man nicht nur nicht die Zusammenhänge verstanden hat, sondern auch die Formeln nicht auswendig kann, weil auswendig lernen eher nicht so Niveau für eine Universität ist. Scheiß der Hund drauf. Zählt nur im Fall einer 4,0 oder besser zur Endnote.

- Ansonsten stehen im Dezember noch Weihnachtsfeiern, das Weihnachtsschwimmen (18.12.) unter der Steinernen Brücke durch, Weihnachten an sich und Silvester an. Irgendwie freue ich mich nicht so richtig. Denn ab Januar darf ich meine Tage wieder komplett am Schreibtisch verbringen. Wenigstens ist das Ziel vor Augen: Fertig nach dem 5. Semester und das 6. Semester allein der Bachelorarbeit vorbehalten.

- Fast vergessen hätte ich, dass die Bewerbung für mein zweites Praktikum beim Krones gestern rausgegangen ist. Dieses Mal würde ich gerne in den Bereich der Intralogistik bzw. Materialflusstechnik schnuppern. Und natürlich hoffe ich, dass es mir da gefällt, da derzeit mein späterer Berufswunsch auch in diese Richtung geht.

Wie es auch kommen mag, ihr hört von mir.

Case studies als Schlüssel zum Verständnis

Ich habe das Glück bereits zum zweiten Mal in einem Semester einen Professor, der selbst in Harvard studiert hat, als Dozenten zu haben. Denn in Harvard wurden bereite 1870 Fallstudien eingesetzt, um Lernziele zu vermitteln.

In der Veranstaltung “International Management” werden von diesem Prof. und seinen Mitarbeitern alle Lehrinhalte mittels case studies anschaulich dargestellt.

Letzte Woche zum Beispiel durfte ich einer Übung beiwohnen, in der es um Interbrew bzw. um InBev, die Firma hinter “Stella Artois”, ging. Der Dozent war diesmal ein Doktorand des Lehrstuhls, der sich wirklich eine unglaubliche Mühe gab, um das Interesse der Studenten zu wecken. Bereits eine halbe Stunde vor Übungsbeginn verwandelte er mit ein paar Helfern den Hörsaal in einen Pub, stellte unzählige Gläser und Flaschen auf einen Tisch und befüllte einen Pitcher mit Bier. Er selbst hatte dann seinen großen Auftritt als Bartender mit Schürze, Fliege und allem Pipapo.

Zur Vorbereitung der wöchentlichen Übung sind wir angehalten, den jeweiligen Fall zu lesen und einige Fragen dazu zu beantworten. In der Übung selbst sitzen dann pro Einheit ca. 60 Studenten. Im Dialog werden dann die Fragen und Problemstellungen erörtert und diskutiert. Je nach Mitarbeit erhalten wir zwischen 0 (nicht anwesend) und 5 Punkte (hervorragende Mitarbeit). Diese Zusatzpunkte fließen dann in die Endnote mit ein, wobei man auch alleine mit der Klausur eine 1,0 erreichen kann. Das heißt, das man sich – sofern man sich nicht total bescheuert anstellt – durch die Mitarbeit eigentlich nur verbessern kann.

Die Powerpointpräsentation bestand neben den normalen Folien (Text, Grafiken, …) auch aus Videos (TV-Spots). Dies lockerte die Übung hervorragend auf, so dass die Zeit wie im Fluge verging. Zum Schluss konnten 10 Freiwillige noch an einem (statistisch natürlich nicht signifikanten) Test teilnehmen, der zeigen sollte, ob man die verschiedenen Biersorten auseinander halten kann. Das Ergebnis war ernüchternd. Die Trefferquote lag nämlich in etwa so hoch, wie wenn man gar nicht probiert, sondern einfach geraten hätte.

Diese Art der Veranstaltung und Lehre erfordert einen hohen Aufwand auf Seiten der Dozenten und Studenten, bietet jedoch einen unglaublichen Mehrwert.

Wenn man mich fragt, ist das eine hervorragende alternative Präsentations- und Lehrform für so gut wie jedes Fachgebiet.


Facebook Like Button for Dummies