Sleep Cycle Timer – Wahnsinn

Mein Leben wurde schon desöfteren auf ganz verschiedene Weise verbessert. Da war mein Zivijob im Rettungsdienst, der mir meine soziale Seite näher brachte, da waren meine Eltern, denen ich so gut wie alles verdanke, was ich im Leben bisher erreicht habe und seit fast einem Jahr (am 13.02. wird es soweit sein) ist da meine Freundin, die mir wirklich alles bedeutet und zu meinem glücklichen Leben so wahnsinnig viel beiträgt.
Es gibt aber auch vermeintlich ganz einfach Dinge, die die Lebensqualität nachhaltig beeinflussen können. Es klingt mit Sicherheit verrückt, wenn man einer App (79 cent) aus dem Appstore diese Fähigkeit zuschreibt, aber probiert es aus und ihr werdet mir zustimmen (müssen).
Die Rede ist von Sleep Cycle Timer (im Folgenden SCT). SCT ist ein Schlafphasenwecker, der das eigene Schlafverhalten analysiert und den Benutzer in einem Zeitintervall von 30 Minuten vor dem eingestellten Zeitpunkt weckt. Welchen Sinn soll das haben, mögt ihr euch jetzt fragen.
SCT registriert über den im iPhone eingebauten Bewegungssensor sämtliche Bewegungen, die man während des Schlafens macht. Wissenschaftlich erwiesen ist, dass man sich in den einzelnen Phasen unterschiedlich stark bewegt. Während ihr in der Tiefschlafphase so gut wie regungslos im Bett liegt, steigert sich die Aktivität in den Phasen des Träumens und des leichteren Schlafes. Wird man nun aus einer Tiefschlafphase gerissen, fühlt man sich den ganzen Tag sprichtwörtlich wie gerädert und hat das Gefühl, dass man nie so richtig wach wird. Anders verhält es sich, wenn man dann geweckt wird, wenn man eh schon so gut wie wach ist.
Während das Wecken bei normalen Weckern nach dem Zufallsprinzip erfolgt, da dieser ja nicht weiß in welcher Phase ihr euch befindet, beachtet SCT eure derzeitige Schlafphase und weckt euch dann, wenn es gerade besonders günstig erscheint.
Der Effekt ist überragend: Ich benutze die App seit vier Nächten und siehe da, meine früheres Mittagstief zwischen 12 und 14 Uhr ist praktisch nicht mehr existent. Selbst nach 16h und mehr auf den Beinen werde ich nur langsam müde. Ein weiterer Effekt ist, dass ich mich in der Uni seitdem viel besser konzentrieren kann.
Am Anfang ging ich davon aus, dass dies alles auf Einbildung beruhen würde, aber mittlerweile bin ich vom Gegenteil überzeugt, auch wenn ich euch hier und jetzt keine objektiven Beweise liefern kann.
Probiert es aus! Ihr werdet nicht enttäuscht werden.
Januar 15th, 2010 at 15:20
Saugeil. Bei mir ebenso. Werde definitiv besser wach – auch wenn ich keine Beweise habe, es tut. Und selbst wenn es nur Einbildung ist: 79 Cent, die ich gerne für Einbildung zahle!
Januar 15th, 2010 at 15:45
mh…es sagen so viele, dass es funktioniert. Also muss wohl auch etwas an der Sache dran sein…
Januar 15th, 2010 at 16:13
ich benutze sleep cycle erst seit zwei tagen und bin sonst sehr skeptisch bei derlei apps (vorallem wenn es um meinen schlafe geht
.. aber ich merke, dass ich früh nach dem aufwachen gut und ohne das sonstige mind. 5 malige snooze drücken aus den federn komme..
kann ich diese app auch nur jedem weiterempfehlen
(auch wenn meine sleep graph noch viel zu wünschen übrig lässt – bin ja schon ein bisschen neidisch auf deinen
Januar 15th, 2010 at 19:25
Kann mich auch anschließen, zugegeben, ich hab auch nicht wirklich dran geglaubt, aber der SCT hat mich heute wieda echt erstaunt! Ich muss um 6 in der arbeit stehen, d.h. um 4.45 uhr klingelt der wecker. Und mit dem SCT tat das spürbar weniger weh! Nebenbei, danke @torschtl, hab ihn mir wg deinen positiven bewertungs-tweets geholt!
(da sind wir uns mal einig!
Januar 16th, 2010 at 13:18
ich mag ja gerade diese diskussionen
ich würde fast soweit gehen und sagen, dass das die beste 79cent invesition meines lebens bis dato war
Januar 16th, 2010 at 13:50
wow… du weißt das datum
Januar 16th, 2010 at 14:20
was anderes erwartet? :O
Januar 16th, 2010 at 21:07
Naja, ganz richtig ist das hier alles nicht… Nur soviel:
1. Man bewegt sich in den REM-Phasen (rapid eye movement) nicht (verminderter Muskeltonus) – das sind die Phasen in denen Probanden, wenn man sie weckt sehr häufig berichten, dass sie geträumt haben.
2. Die Phasen anhand der reinen Bewegungen zu messen funktioniert nicht (im Schlaflabor macht man das nicht umsonst per EEG-Ableitung).
3. Man kann sich die 79 Cent sparen und einfach mal mit dem Wecker herumexperimentieren (d.h. 10 Minuten früher oder später stellen); früh morgens sind die Schlafphasen kürzer und wechseln sich schneller ab; man darf nur keine Tiefschlafphase mit dem Wecker treffen, sonst gehts einem echt dreckig.
4. für einen guten Schlaf ist Regelmäßigkeit wichtig (auch am WE sollte man eigentlich den Rhythmus beibehalten).
5. Werbung: “Mein Buch vom gesunden Schlaf”, Jürgen Zulley (Psychologie Prof. am BKH).
6. Der Placebo (bzw. hier: App-) Effekt existiert
Januar 17th, 2010 at 12:27
Cool, bei uns in der ontologie häufen sich in letzter Zeit immer mehr Tumore hinter dem Ohr in Kastaniengröße – regelmäßig mit endgültigen Spätfolgen.
Darunter viele Studis. Eine Kollegin aus USA bestätigte kürzlich die Erfahrung. Sie hatte letztes Jahr bereits zwei Fälle in der Notaufnahme wo Leute in der Vorlesung einfach umgekippt sind mit Tumor hinterm Ohr.
Seitdem hab ich auf Headset (Kabel) umgestellt – Bluetooth ist langfristig wohl die Hölle.
Schlafen mit Mobile unterm Kopfkissen wäre für mich ein No-Go
Januar 17th, 2010 at 13:23
@micmac: Ontologie existiert zwar auch, aber ich denke, dass du von der Onko redest.
Tumor hinterm Ohr kann imho schon von zuviel Handystrahlung kommen, aber nicht von SCT, weil ich das ausnahmlos im Flugzeugmodus laufen habe -> null Strahlung
@TJ
dass das komplett wissenschaftlich fundiert funktioniert, hat niemand behauptet. Mir (und vielen anderen) hilft die App auf jeden Fall und das ist wohl das einzige, was zählt.
Januar 18th, 2010 at 11:08
@torschtl: Hab ich ja nix dagegen. Es gibt ja auch Leute, die viel Geld beim Heilpraktiker für weiße Kügelchen ausgeben – da ist diese App wenigstens günstiger…
Januar 18th, 2010 at 22:16
@torschtl – onto onko ist so ein makaberes Wortspiel von mir sorry – sollte ich mir abgewöhnen, aber wenn man immer wieder mit Gott zu tun hat oder vielleicht dem nicht vorhanden sein von Ihm oder wem auch immer.
Das Mobile im Flugzeugmodus zu nutzen ist gut, vielleicht ein sinnvoller Hinweis für andere die da etwas schmerzfreier sind.
Januar 19th, 2010 at 17:13
alles andere ist imho nicht allzu gesund