Archive for Juni, 2010

Offener Brief an die Telekom *update 2*

*update 2*

Telekom_hilft auf Twitter ist mit mir in Kontakt getreten. Wird wohl darauf hinauslaufen (denke ich), dass der Beitrag hier nicht mehr allzu lange existiert… nur falls sich jemand eine Sicherungskopie anfertigen möchte oder so…

*update*

Wie schlimm es mit der iPhone-Verfügbarkeit bestellt ist, zeigt sich an dem folgenden Dialog, der sich vor wenigen Minuten abgespielt hat. Er hat heute(!) bestellt und sein iPhone gleich mitbekommen inkl. neuem Vertrag. Schon krass, dieser Engpass bei den Auslieferungen…

Sehr geehrter Herr René Obermann,

seit mindestens 10 Jahren bin ich Kunde Ihres Unternehmens. In diesen vergangenen 10 Jahren habe ich circa 1440€ (8 Jahre * 12 Monate * 15€ Xtra-Card-Aufladungen) + 1200€ (24 Monate * 50€ iPhone-Vertrag) + (ich glaube damals) 250€ für das iPhone 3G = um die 2890€ an ihr Unternehmen gezahlt. Bekommen habe ich dafür anfangs (vor Ihrer Zeit) einen miserablen Kundenservice und eine Menge Postwurfsendungen. Seit circa einem Jahr ruft mich regelmäßig ein netter ostdeutscher Mitarbeiter von Ihnen an, der sich nach meinem Befinden erkundet. Dafür schon einmal herzlichen Glücksflunsch. Das war´s dann aber auch, was Lob betrifft.

Am 15.06.2010 war es soweit. Ihr toller Laden nahm ab sofort Vorbestellungen für das iPhone 4 an. Online oder per Hotline. Beide Möglichkeiten boten sich… für Neukunden.

Als Bestandskunde haben Sie mir in diesem Moment das erste Mal vor die Tür geschissen. Ich durfte in den T-Punkt latschen und dort meine Bestellung aufgeben. Dass das erst Stunden nach der Öffnung der Bestellhotline möglich war, ist klar. Somit haben Sie mir zum zweiten Mal vor die Tür geschissen. Es gibt durchaus auch Menschen, die nicht ab 6 Uhr morgens vor Ihren Shops campen können, weil sie noch andere Verpflichtungen haben. Das Ende vom Lied war dann: “Sie stehen auf der Liste”.

Heute, am 24.06.2010 dachte ich mir dann “schauste mal im Shop vorbei, ob es schon da ist”. Ein Mitarbeiter ging ins Lager und kam mit der Nachricht “Sie sind heute nicht dabei” zurück. Danke für´s Gespräch. Halb so wild, ein Tag hin oder her ist kein Beinbruch.

Da ich über das Wochenende nicht zuhause bin, bat ich den Herren darum, dass er doch im System hinterlegen möchte, dass mein Vater bzw. meine Mutter das Gerät dann abholen, sobald es da ist. “Kein Problem”, sagte man mir, es wäre lediglich eine Vollmacht und eine Personalausweiskopie nötig und die Sache ist geritzt.

Halbwegs zufrieden verließ ich den Store und machte mich auf den Weg zu meinem Roller. Dort angekommen klingelte das Handy. “Ja, Hallo Herr Telekom hier, das mit der Vollmacht geht doch nicht, da Sie den Vertrag persönlich unterschreiben müssen.” Anmerkung hier: Der Vertrag ist bereits komplett ausgehandelt worden (von mir persönlich) und muss lediglich bei der Übergabe mit einer Unterschrift bestätigt werden. Meine Frage war dann, wie lange das iPhone denn aufbewahrt werden würde, nachdem ich angerufen wurde, bekam ich “zwischen 30 und 60 Minuten” zu hören. Samma geht´s noch?

Halten wir nochmal fest:

Bestandskunde: 2890€ bisher gezahlt und damit mit dafür gesorgt, dass das Unternehmen heute da steht, wo es steht

Neukunde: 0€ bisher gezahlt, sein Geld an andere Mobilfunkanbieter überwiesen

Bestandskunde: muss in den Shop zum bestellen und ist im zeitlichen Nachteil

Neukunde: kann bequem vom Bett aus per Hotline oder Website bestellen

Bestandskunde: kann eventuell in einzeln dokumentierten Fällen Glück haben und bei Release ein Gerät erhalten, aber auch nur, wenn er eine Stunde nach dem Anruf im Shop aufkreuzt

Neukunde: hat sein Gerät bei rechtzeitiger Onlinebestellung zu 100% sicher

Nennen Sie mir einen plausiblen Grund, warum ich bei Ihrem Unternehmen bleiben soll, sobald die Exklusivbindung vom iPhone an die Telekom aufgehoben wird. Ich werde dann, wenn es soweit ist, nämlich Ihnen vor die Tür scheißen, so wie Sie es die letzten Jahre bei Ihren Bestandskunden zelebriert haben. Ich hoffe, dass meinem Beispiel viele Menschen folgen werden.

P. S.: Hier geht es nicht um die ein bis zwei Tage oder die eine Woche, die ich mein iPhone später erhalten werde, hier geht es auch nicht um ein gekränktes Ego, hier geht es schlicht und ergreifend um´s Prinzip und darum, dass die Telekom in Sachen Customer Relationship Management ein einziger großer Fail ist.

Leckt mich Leute, ich lad jetzt mein 3G auf…

This challenges everything.

Das iPhone 4 steht kurz vor dem Release und die gleichen Diskussionen wie beim iPad, beim iPhone 3G und bei überhaupt allen anderen Apple-Produkten flammen wieder auf.
“Kein Flash”, “ne Frontcam hat mein Sony Ericsson schon seit drei Jahren und Videotelefonie kann´s auch”, “die Fotokamera ist scheiße”, “wenn ich HD-Videos machen will kauf ich mir nen Camcorder”… bla bla bla.
Ihr habt zwei Möglichkeiten, diesen Artikel hier zu bewerten. Die erste wäre ihr nennt mich verblendet und einen Fanboy, die zweite wäre, dass ihr nachdenkt, es selbst testet und dann euer Urteil fällt.

Die oben genannten Diskussionen treten in der Regel mit den Leuten auf, die sich Apple von vornherein verweigern. Ist auch deren gutes Recht. Dennoch sollte man sich mit Kritik zurückhalten, wenn man, aufgrund von fehlender Erfahrung, überhaupt nicht mitreden kann.
Apples Erfolg kommt nicht allein durch seine Produkte. Apples Erfolg baut viel mehr auf eine (offensichtlich richtige) Mischung aus Qualität, Marketing und Befriedigung von Kundenwünschen.

Apple liefert uns nicht einfach nur ein neues iPhone. Apple macht etwas, das viele andere Firmen verpennen. Das Apfelimperium bietet Konzepte.
Was bringt mir eine Handy, das Videotelefonie kann, wenn mich die Gesprächsminute das dreifache wie bei einem normalen Telefongespräch kostet? Was bringt mir ein Handy mit Internetbrowser, wenn minutengenau oder nach 10kb-Paketen abgerechnet wird? Was hilft mir ein scheiß Multitasking, wenn der Akku nach 4h die Grätsche macht? Mich nervt es einfach, wenn ich auf so etwas achten muss.
Man kann sich jetzt sträuben wie man will, aber verkehrsfähig wurden viele Technologien, auch wenn sie schon jahrelang zur Verfügung standen, durch die Vorstöße von Apple.

Es gibt sicher eine Menge Punkte, die man kritisieren darf und soll, aber man muss auch einfach mal das Umfeld betrachten und nicht nur ein Gerät. Das iPhone alleine ist weder eine Revolution, noch das Maß aller Dinge. Zur Macht wird es erst bei einem genaueren Blick auf Kompatibilität, Durchdachtheit und Usability.

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Liqui Moly – Ehrliche Werbung zieht bei mir

Zugegeben, mein Bedarf an Motoröl beschränkt sich auf wenige Liter pro Jahr. Allein mit meinem Verbrauch werde ich keinen Arbeitsplatz retten können, aber die Werbung von Liqui Moly spricht mich trotzdem an. Der Firmenchef bittet um den Kauf seiner Produkte und nennt zeitgleich die Gründe für seinen Aufruf. Ich mag die Art des Spots, ich mag die Message und ich mag Ehrlichkeit in allen Bereichen des Lebens.

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