Archive for Februar, 2010

Regensburg besetzt – Kommt es zur Eskalation? *updated*

UPDATE 16:41 Uhr:

Rektor Strothotte würde sich wohl viel Stress ersparen, würde er die Besetzer einfach ignorieren. Er hingegen lässt sich auf die Konfrontation ein und fordert nun die Räumung des Hörsaals 2 bis spätestens 21 Uhr (inkl. Säuberung). Wenn jemand die ersten Streifenwagen stehen sieht, immer her mit den Bildern!

Regensburg-Digital hat mittlerweile auch einen Bericht online.

UPDATE ENDE

Noch ist es friedlich rund um den H2, aber wie lange wird dieser Frieden noch andauern? Seit dem Abend des 22.02. ist der Hörsaal 2 der Universität Regensburg wieder besetzt. Auslöser dafür war laut den Studenten, dass sich Rektor Strothotte an getroffene Vereinbarungen nicht gehalten habe.

Getreu dem Motto “Pacta sunt servanda – Verträge müssen eingehalten werden” machten sich diese schlussendlich wieder daran, den Druck auf die Unileitung durch die Belegung eines Hörsaals abermals zu erhöhen.

Man darf gespannt sein, wie und ob diese Sache irgendwann einmal ein Ende findet. Die Polizei stand bei der Räumung vor Weihnachten jedenfalls schon mit etlichen Mannschaftswagen in einer der Nebenstraßen bereit.

Deutschland deine Fernsehlandschaft

Früher war alles besser. Diesen Satz hört man viel zu oft und viel zu oft ist er einfach Schwachsinn. Absolut zutreffend ist er aber bei einem Blick in des Deutschen liebstes Kind: Die Glotze.

Gerichtssendungen waren mal cool. Wer erinnert sich nicht mit einem Schmunzeln an Regina Zindler und ihren Maschendrahtzaun und den wochenlangen Hype um ihre ostdeutsche Aussprache verbunden mit einem lächerlichen Nachbarschaftsstreit?

Der Unterschied zu den heutigen Shows: Die Story war echt und dementsprechend amüsant. Heute sieht man nur noch peinlich schlechte Laienschauspieler, die irgendeine geskriptete Story runterrattern, die – der Dramatik wegen – mit Übertreibungen vollgestopft ist.

Galileo war auch mal cool. Damals, wisst ihr noch, da hat man ab und zu sogar Interessantes erfahren und konnte sein Wissen erweitern. Heute dürfen wir aber zwischen 19:15 und 20:15 Uhr komischen blonden plastikbetitteten Möchtegern-F-Promis beim Wasserrutschen zusehen und das Highlight des Beitrages ist dann, wenn ihr der Bikini beim Eintauchen in das Auslaufbecken hochrutscht. Danke Aiman, du machst mein Leben zusammen mit deiner Redaktion soviel lebenswerter.

Versteht mich nicht falsch. Ich lasse mich gerne auch mal von an den Haaren herbeigezogener Scheiße berieseln und mich im Anschluss daran darüber auf Twitter aus, aber was mich nervt ist die Tatsache, dass es von jeder dieser Scheißserien x-fache Ausführungen gibt und wirklich anspruchsvolles Fernsehprogramm nur noch bei Spartensendern zu finden ist.

Ich habe mich mittlerweile die meiste Zeit N24 verschrieben. Dort bekomme ich noch Dokumentationen zu sehen und habe die Chance, meinen Horizont zu erweitern. Und die Dramatik, die gibt es dort auch, wenn der todesmutige Schlangenjäger in einer Höhle voller Fledermauskacke von einer 9 Meter Boa in den Oberschenkel gebissen wird. Und da weiß ich zumindest, dass es genau so passiert ist, wie es mir präsentiert wird.

Hawthorne – Mehr als nur ein Serienname

Einige von euch (m4ki zum Beispiel) haben eventuell schon einmal die Serie Hawthorne auf ProSieben gesehen. Ganz abgesehen von deren Inhalt oder Handlungsverlauf, möchte ich einen Hinweis auf eine Entdeckung von mir machen. Aufgefallen ist mir dieser Zusammenhang beim Lernen für das Fach “Leistungserstellung”.

Es gibt nämlich den sogenannten Hawthorne-Effekt, der in den 1920er Jahren in den, na kommt ihr drauf, Werken der Firma Hawthorne entdeckt wurde.

Wikipedia sagt zum Thema:

In der Soziologie und Psychologie bzw. deren Methodenlehren versteht man darunter den Effekt, dass Versuchspersonen ihr natürliches Verhalten ändern können, wenn sie wissen, dass sie Teilnehmer an einer Untersuchung sind. Es kann also sein, dass die Ergebnisse einer Studie durch die Studie selbst verfälscht oder erst durch sie hervorgerufen werden. Damit stellt der Hawthorne-Effekt eine mögliche Bedrohung der externen Validität von Untersuchungsergebnissen dar.

In der Betriebswirtschaftslehre war die Entdeckung des Hawthorne-Effekts ein Mitauslöser für die Erkenntnis, dass menschliche Arbeitsleistung nicht nur von den objektiven Arbeitsbedingungen, sondern ganz wesentlich auch von sozialen Faktoren geprägt ist (siehe Human-Relations-Bewegung)

Während der erste Absatz hier eher eine untergeordnete Rolle spielt, ist der zweite direkt auf die Hauptdarstellerin “anwendbar”.

Sie setzt sich oft, ausgelöst durch soziale Motive, über Anweisungen ihrer Führungspersonen hinweg, was dann – der amerikanischen Serienlogik folgend – immer zu dem gewünschten, positiven Ergebnis führt.

Ich war echt überrascht, dass man sich bei einem Serientitel so viele Gedanken gemacht hat.

Bevor ich hier aber jetzt den ganzen Artikel zitiere, verweise ich euch gleich auf die Lektüre bei wikipedia.

Again what learned, liebe Freunde.

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