Archive for Januar, 2010

Süßwaren sind die neuen Bananen

Ich weiß nicht, ob ihr es mitbekommen habt, aber die EU hat schon vor längerer Zeit eine Verordnung erlassen, die Dicke, Länge und Farbe von DER EU-Banane regelt.

Ähnlich sinnvoll, aber zumindest qua Gesetz nicht durchsetzbar ist jetzt ein Vorschlag von der Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CDU). Diese fordert, dass Supermärkte ab sofort nicht mehr Süßigkeiten, sondern frisches Obst an Supermarktkassen anbieten sollen. Dies soll dann wohl Affektkäufen vorbeugen und andere Konsumenten vor quengelnden Kindern schützen.

Danke, Frau Aigner, aber wenn ich ein Mars / Duplo / Hanuta zum doppelten Preis kaufen will, dann möchte ich dies auch in Zukunft weiterhin tun und wenn ich dies nicht will, dann weiß ich mich auch selbst zu beherrschen. Diese Bevormundung muss endlich aufhören. Noch dazu, wo es in diesem Land weit schlimmere Probleme als nervige Kinder an der Supermarktkasse gibt.

Günther Oettinger – Nachhilfestunden geplant

Nach den Videos des EU-Kommisars Günther Oettinger, die in der Netzgemeinde für so manchen Lacher sorgten, hat dieser nun Besserung gelobt und Sprachtraining angekündigt.

Oettinger betonte gegenüber dem Spiegel, dass er es nicht verwerflich fände, dass sein Dialekt zu hören sei, jedoch werde er in der nächsten Zeit an seinem Englisch arbeiten.

Mein Kommentar:
Ich finde es schlicht und ergreifend peinlich, dass hochrangige Volksvertreter wie Guido Westerwelle oder eben auch Oettinger der Weltsprache Nummer 1 offensichtlich nur partiell mächtig sind. Zugute halte ich Letztgenanntem jedoch, dass er zumindest den Willen zeigt an dem Problem zu arbeiten.

Wie Apple uns manipuliert

Kein anderer Konzern schafft es seine Kunden ähnlich gut zu manipulieren, wie es bei Apple der Fall ist. Steve Jobs und seine Bande schaffen es regelmäßig einen dermaßen großen Hype um neue Produkte zu erzeugen, dass in jedem unweigerlich der “must have” Gedanke durchbricht.

Während es beim iPhone die Innovation war, die Kaufanreize setzen konnte, verhält es sich beim für heute angekündigten Tablet-Rechner vollkommen anders.



Seien wir einmal ehrlich. Die Allerwenigsten von uns dürften einen rationalen Grund für ein solches Gadget (mehr ist es in meinen Augen nicht) vorbringen können. Wir haben Macbooks, zusätzlich vielleicht noch einen iMac und zu guter letzt natürlich ein iPhone. Wir sind schon jetzt 24/7 online, wenn wir es wollen und die Macbooks haben gegenüber herkömmlichen Notebooks den Vorteil, diese sowohl in den Abmessungen als auch im Gewicht zu schlagen, was ein Mitnehmen sehr erleichtert.

Und trotz all dieser Fakten “brauchen” wir ein Tablet. Ein Tablet, das im Grunde genommen eine etwas zu groß geratene Kopie des iPhone darstellen dürfte. Ich habe es mir eingestanden, dass ich dieses Mal nicht zu den glücklichen Besitzern gehören muss, weil ich einfach nicht bereit bin 800€(?) für ein Gerät hinzulegen, das nach dem ersten Hype meinerseits wohl ein Waisendasein fristen wird.

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